| Profit, Profi, Hobby oder was darf eine Katze kosten | ||
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********** ********** ********** ********** Türkisch Angora Babys
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„Ein Profi (Kurzwort, abgeleitet von professionell) ist jemand, der im Gegensatz zum Amateur eine Tätigkeit beruflich, insbesondere gegen Bezahlung, ausübt. Im Allgemeinen erwartet man von einem Profi eine höhere Qualifikation und Leistung als von einem Amateur. Einem Profi werden professionelle Eigenschaften zugesprochen. Hierbei gehen die Vorstellungen im Allgemeinen mehr oder weniger weit über die festgeschriebenen beruflichen Anforderungen hinaus: Es wird ein erhöhtes Maß an Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, eine besondere Problemlösungskompetenz und eine ausgeprägte professionelle Distanz von einer Person erwartet, wenn sie – unabhängig von der Tatsache, dass sie über ihre Tätigkeit Einkünfte bezieht – als "Profi" bezeichnet wird.“ ( Entnommen aus Wikipedia) Am Abend nach der Ausstellung entstand plötzlich folgende Diskussion: Ein Züchter aus dem südlichen Ausland verkauft seine Katzenbabys für Zucht und Ausstellung für ca. 3000,-Euro. Das sei nach Meinung Einiger am Tisch eine absolut unsaubere Sache - dieser Züchter mache Profit mit seinen Katzen, betreibe die Katzenzucht als Geschäft usw. Man selbst verkaufe die Katzen für 800,-Euro und das sei ein akzeptabler Preis.... Und schnell gab es Aussagen wie: Eine Katze ist ein Lebewesen und keine Ware... Das soll doch Hobby sein und kein Geschäft.... Bei dem würde ich nie eine Katze kaufen...usw. Ich liebe solche Diskussionen und hasse sie zugleich. Jeder kennt diese Aussagen und keiner kann sie widerlegen - natürlich soll Katzenzucht Hobby sein und natürlich ist eine Katze ein Lebewesen. Aber was darf eine Katze denn wirklich kosten und wer bestimmt den Preis? Im Internet findet man schöne Aufstellungen über Futterkosten, Tierarztkosten und Mitgliedsbeiträge in einem Verein und vieles mehr. Aber wie erklärt es sich denn, dass eine Maine Coon 800,-Euro kostet bei dem einen Züchter und bei dem anderen aber 600,-Euro und eine Siam kostet 400,-Euro? Werden Katzen vielleicht nach Gewicht gehandelt? Werden Katzen teurer, wenn ein Züchter hohe Tierarztkosten hat, weil sein Bestand immer wieder krank ist??? Oder zahlt man etwa höhere Mitgliedsbeiträge, wenn man Bengalen züchtet??? Oder richtet sich der Preis einer Katze vielleicht doch nur nach dem, was der jeweilige Züchter meint am Markt durchsetzen zu können, welcher Preis am Markt akzeptiert wird und wir reden dann doch über Geschäft? „Profit (von lat. profectus "Fortgang, Zunahme, Vorteil") ist der auf dem Markt realisierte, in Geld ausgedrückte Mehrwert, der nach den Theorien von Karl Marx Ziel des kapitalistischen Produktionsprozesses ist. Bürgerliche Theorien gehen zwar in der Regel ebenfalls davon aus, dass Unternehmen Gewinnmaximierung betreiben, doch bei Marx prägt dieser Sachverhalt die gesamte kapitalistische Gesellschaft, während er aus bürgerlicher Sicht nur eine Erscheinung neben anderen (Nutzenmaximierung der Konsumenten usw.) ist. Umgangssprachlich wird Profit als Synonym für Gewinn gebraucht, was aber nicht der marxistischen Definition entspricht. So gehen in den Gewinn einer Bilanz auch andere Größen wie Subventionen, oder die Verzinsungen von Rücklagen ein. Auch Unternehmen versuchen aber, den rein wirtschaftlichen Gewinn von nicht kontrollierbaren Ein- oder Ausgaben abzugrenzen, um ihre eigene wirtschaftliche Wettbewerbs-Fähigkeit einschätzen zu können. Profit bedeutet ursprünglich "Gewinn der Seele" und wurde erst in den Jahren der Industrialisierung mit materiellem Gewinn in Bezug gebracht.“ (entnommen aus Wikipedia) Ich möchte noch einmal auf den oben erwähnten Züchter zurückkommen. Ich weiss definitiv, dass er absolut keine Schwierigkeiten hat, Käufer für seine Katzenbabys zu finden. Der Grund könnte sein, dass seine Tiere auf Ausstellungen immer in TOP - Kondition sind und er so ungefähr 12 oder 13 Worldwinner in seiner Zucht hat. Züchter reissen sich tatsächlich darum ein Tier aus dieser Zucht zu bekommen. Auch am letzten Wochenende machte wieder ein Kater aus dieser Zucht an beiden Tagen Best in Show!!! Es war seine x-te Best in Show. Nun ist es sicher nicht so schwierig in dieser Ausstellungskategorie eine Best in Show zu holen - immer nur maximal 20 bis 30 Katzen in dieser Kategorie auf den Ausstellungen, aber letztendlich scheint es zumindest in diesem einen Fall so zu sein, dass der Erfolg zählt. Bisher habe ich nur über den Verkauf von Zucht- und Ausstellungskatzen gesprochen. Ich habe absolut keine Ahnung mit welchen Argumenten dieser Züchter seinen Preis verteidigen würde, würde man ihn tatsächlich fragen. Und würde er sich verteidigen, und müsste er sich überhaupt verteidigen..........Ich denke nein, denn ich muss ja bei ihm keine Katze kaufen, wenn ich seinen Preis nicht akzeptieren kann oder will! Aber wie sieht es denn bei den Liebhabertieren aus? Eine Katze ist ein Lebewesen und keine Ware.....und sind Pferde und Hunde und Kaninchen keine Lebewesen! Ach, das ist ja ganz etwas anders, hört man dann aus dem Munde der Hobby - Züchter. Aber ein Pferd aus einer erfolgreichen Zucht ist doch auch teurer als ein Zufallsprodukt auf irgendeinem Bauernhof, oder etwa nicht? Wie kann ich einen Preis von 350,-Euro für eine Türkisch Angora Liebhaberkatze begründen und wie dann einen anderen Preis für eine Maine Coon und wieder einen anderen für eine Perserkatze. Wir sind uns doch einig: Futter brauchen sie alle, die Impfkosten sind für alle gleich (mehr oder weniger) und bei den Mitgliedsbeiträgen und den Kosten für Stammbaum usw. reden wir doch über Kosten, die man eigentlich in der Berechnung vernachlässigen kann. Oder gibt es doch Unterschiede, die auch die teilweise gewaltigen Preisunterschiede auch bei den Liebhaberkatzen erklären können. Nimmt der eine Züchter für seine Tiere hochwertiges Futter oder kauft er im Supermarkt, sind die Tiere bei Abgabe wirklich komplett geimpft oder haben sie nur die notwendige (Pflicht-)Grundimpfung oder vielleicht nicht einmal die? Und bekomme ich ein Tier aus einer anerkannt erfolgreichen Zucht - bewiesen auf zahlreichen internationalen Ausstellungen, vielleicht sogar ein Kätzchen aus einer Zucht mit Weltruhm? Und wieso kosten eigentlich in Italien oder Spanien die Perser-Liebhaberkatzen deutlich mehr als hier bei uns in Deutschland die Zucht- und Ausstellungskatzen. Wieso bekommt man am Niederrhein die Liebhaberkatzen billiger als in Berlin. Für all diese Fragen gibt es einfache, logisch nachvollziehbare Erklärungen. In Spanien gibt es einen Markt für Perserkatzen. Langhaarkatzen sind dort immer noch so etwas wie ein Statussymbol. Und am Niederrhein drückt die Konkurrenz der Tiermärkte in Belgien. Ich persönlich komme eigentlich bei solchen Überlegungen immer wieder zum gleichen Ergebnis: Der Preis einer Katze richtet sich immer nach der jeweiligen Marktlage. Und letztendlich wird jede Katze, egal ob Liebhaber- oder Zuchttier, gehandelt wie eine Ware. Und jeder Züchter, ganz gleich wie er sich nennt, versucht mit seiner Zucht Gewinn zu erzielen, oder mit anderen Worten: Profit zu machen. Der „gute Geschäftsmann“ in unser aller Augen ist derjenige, der mit möglichst geringem Aufwand möglichst viel Gewinn erzielt…Zwei oder drei Zuchtkatzen zu haben, nur sporadisch Ausstellungen zu besuchen und dann auch nur im Umkreis von ca. 100km, das nenne ich wenig Aufwand betreiben!!! Der oben erwähnte Züchter aber macht mit seinen 3000,-Euro unter Umständen viel weniger Gewinn (und vielleicht sogar Verluste, weil er vom sportlichen Ehrgeiz getrieben wird, erfolgreich Katzen nach Standard zu züchten und nicht nur Katzen, die mehr oder weniger zufällig den Namen einer Rasse tragen) als der "kleine liebevolle Hobbyzüchter". „Der Begriff "ein Hobby haben" stammt aus der englischen Falknerei. Die Damen der jagenden Herren beizten mit einem Baumfalken (engl. hobby), welcher ein kleines Ebenbild des Wanderfalken ist. Die Damen hatten damit ihr Hobby. Alternativ geben das Oxford English Dictionary sowie der Kluge die Etymologie mit dem englischen hobby an, das ursprünglich ein kleines Pferd bezeichnete, später dann für Steckenpferd verwendet wurde. Ein Hobby ist eine Lieblingsbeschäftigung. Ein Hobby ist somit im Gegensatz zu Arbeit eine Tätigkeit, der man sich nicht aus Notwendigkeit, sondern freiwillig und aus Interesse, Faszination oder sogar Leidenschaft unterzieht. Die Tätigkeit bringt unmittelbar Vergnügen, Spaß oder Lustgewinn mit sich. Dabei ist mit Arbeit nicht ausschließlich Erwerbsarbeit (Beruf) gemeint. Somit hat der Begriff Hobby eine deutliche Nähe zum Begriff Spiel. Als Hobby wird allerdings eine Tätigkeit nur genannt, wenn diese Tätigkeit eine im Vergleich zu anderen Freizeitgestaltungen besondere Vorliebe darstellt. Darüberhinaus kann ein Hobby im Gegensatz zum Spiel durchaus eine unmittelbare nicht fiktionale Zweckmässigkeit haben (über den Spaß bzw. den Lustgewinn an der Tätigkeit hinaus). Ein wichtiges Kriterium für die Unterscheidung, was als Hobby oder als Arbeit gilt, ist häufig, aber nicht notgedrungen, ob es als Quelle für den Lebensunterhalt dient. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden diejenigen, die sich in ihrer Freizeit mit einem Fachgebiet befassen, Amateure bzw. Ehrenamtliche genannt - als Gegenstück zum beruflichen Fachmann, Profi. Ehrenamtliche Tätigkeit muss allerdings kein Hobby sein, sondern kann auch Notwendigkeitsdenken entspringen. Eine Sache als Hobby zu betreiben, kann in gesteigerter Form auch den Charakter haben, Fan einer Sache zu sein, wenn es sich um eine Art Verehrung der Sache handelt. Das Betreiben eines Hobbys hat oft entspannende oder sonstige nützliche therapeutische Nebenwirkungen. In einigen Fällen allerdings (beispielsweise beim Sammeln) können die Grenzen zwischen Beruf, Hobby und Sucht zu verschwimmen beginnen. Manche Sammlungen können durchaus als Geldanlage gelten, zum Beispiel Kunstsammlungen. Darüber hinaus gibt es Amateure, die auf ihrem jeweiligen Fachgebiet Wissen und Fähigkeiten erwerben, in denen sie professionellen Fachleuten in nichts nachstehen und auch einen entsprechenden Ruf genießen.“ (entnommen aus Wikipedia) Und warum sollte dieser Züchter Katzen aus seiner Zucht zu Schleuderpreisen an andere Züchter (liebevolle kleine Hobbyzüchter???) verkaufen. Damit diese Hobbyzüchter dann ihren Käufern erklären können, dass die Vorfahren des kleinen Kätzchens ja immerhin aus einer bekannten Zucht kommen und jede Menge höchster Titel erworben haben!!! Da sind wir uns doch sicher alle einig: das nicht! Katzenzucht ist im Regelfall ein gewinnorientiertes Hobby, manchmal, aber leider viel zu selten, ausgeübt von Profis!!! Und eine Katze ist ein Lebewesen, das wie jede andere Ware gehandelt wird.
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