Türkisch Angora - RassebeschreibungTürkisch Angora von Rosa Glauca

 

Home

Über Uns

Einführung

News

**********

New Celtic Henge

DiDi

Kiss WW02

Katzen

Kater

Tabbys

Shows

**********

Rosa Glauca

Türkisch Angora

Russisch Blau

Abessinier

Britisch Kurzhaar tabby

Britisch Kurzhaar shaded

**********

Show Prag

Gästebuch

Kontakt

Links

Impressum

**********

 

 

 

 

 

 

 

 




Türkisch Angora

Einführung
Über die Herkunft der  Türkisch Angora gibt es drei unterschiedliche Versionen: Zum einen sollen Chinesen und Tataren sie vor langer Zeit aus der wildlebenden Pallaskatze gezüchtet und in die Türkei gebracht haben. Für diese Vermutung gibt es allerdings keine wissenschaftliche Erklärung. Überzeugender ist die Version, die  Türkisch Angora stamme von einer alten russischen Katzenrasse ab, die ein ungewöhnlich langes Haarkleid gegen die Kälte entwickelt hatte. Katzen dieser Art seien an Bord von Handelsschiffen nach Kleinasien und sogar bis in den Iran gekommen. In diesen wärmeren Gebieten hätten sich die  (Türkisch) Angora- zu den Perserkatzen entwickelt. Diese Version würde erklären, warum ausgerechnet Langhaarkatzen nach heißen Ländern benannt worden sind. Der dritten Version nach ist die  Türkisch Angora im 15. Jahrhundert aus den kalten Bergen Ostpersiens in die Türkei gelangt. Dort hat sich Haarkleid angepasst: Dichte und Wolligkeit nahmen ab. In der Türkei hat es bald mehrere Farbschläge der  Türkisch Angora gegeben, jede mit eigenem Namen. Rot Tabby etwa hieß sarmen, Silber Tabby teku. Eine weiße Katze mit einem blauen und einem bernsteinfarbenem Auge wurde Angora kedi genannt. Von manchen wurde dieser Farbschlag allen anderen vorgezogen und Puristen halten ihn immer noch für die „einzige echte der Türkisch Angora“. Seit dem 15. Jahrhundert ist die  Türkisch Angora in der Türkei als eigene Rasse bekannt. Sie war die erste Langhaarkatze, die nach Westeuropa kam. Türkische Sultane sandten sie im 16. Jahrhundert als Geschenk an die Höfe in England und Frankreich. Zu etwa der gleichen Zeit brachte der französische Naturforscher Nicholas Claude Fabri de Pereise einige dieser Katzen aus der Türkei mit nach Frankreich. Im 17. und vor allem gegen Ende des 18. Jahrhunderts gesellte sich die Perser hinzu, deren Fell sogar noch länger ist und die dann im 19. Jahrhundert die elegante  Türkisch Angora verdrängte, so dass diese im Westen fast ganz verschwand.
In den Sechzigern versuchten britische  Züchter die  Türkisch Angora aus orientalischen Langhaarkatzen wieder heraus zu züchten. Die Tiere hatten zwar bald das weiche Fell und den buschigen Schwanz der  Türkisch Angora, die typische Kopfform blieb jedoch aus. Der charakteristische keilförmige Kopf der Orientalen widerstand allen Züchtungsversuchen und blieb das Unterscheidungsmerkmal. Außerdem schlug bei diesem Züchtungsversuch die lautere Stimme der orientalischen Vorfahren durch.
Zum Glück war die ursprüngliche Rasse nicht ganz ausgestorben. Es gab noch einige reinrassige Tiere in der Gegend von Ankara. Der dortige Zoo setzte sich nun dafür ein, die echte  Türkisch Angora dem Untergang zu entziehen. Der Zoo nahm einige Exemplare auf und begann ein Zuchtprogramm, bei dem nur weiße Katzen mit blauen, bernsteinfarbenen oder zweifarbigen Augen zugelassen waren. Einige der Nachkommen der Zuchtkatzen wurden auch ausgeführt; daher konnten in den Sechzigern zwei nicht miteinander verwandte Katzenpaare Nordamerika erreichen, wo sie die Basis für eine neue Zucht bildeten. Die Nachkommen dieser Katzen werden heute als türkische Angora bezeichnet, um sie von den durch genetische Rekombination entstandenen britischen Angorakatzen zu unterscheiden.
Die Wiedergeburt der Türkischen Angora in den Sechzigern ist besonders den Bemühungen von Walter und Leisa Grant zu verdanken. Sie waren 1962 in Ankara und kauften mit der Erlaubnis des Stadtkommandanten vom dortigen Zoo ein Zuchtpärchen. Der weiße Kater Yildiz (Stern) hatte zwei unterschiedlich gefärbte Augen, die ebenfalls weiße Katze Yildizcik (Sternchen) hatte bernsteinfarbene Augen. 1966 brachten die Grants ein weiteres Pärchen, Yaman und Marvis, in ihren Besitz: dieses Mal hatte der Kater bernsteinfarbene Augen und die Katze hatte zweifarbige Augen. Mit diesen Tieren begann die Wiedereinführung der alten Türkischen Angora, die 1970 in Amerika als eigene Ausstellungsklasse zugelassen wurde. In den Siebzigern kamen mehr Tiere aus dem zoologischen Garten von Ankara, dieses Mal nach Großbritannien und Schweden. Seitdem ist die Rasse wieder in vielen Teilen Europas beheimatet.

Erscheinungsbild
Je her ist die türkische Angora eine Katze mit blauen Augen und einem weißen, langen, weichen Fell. Am Hals ist das Haar besonders lang, an der Körperunterseite und am Schwanz ebenso. Das und der Umstand, dass sie keine Unterwolle besitzt, geben ihr ein schlankes Aussehen, was sie zusammen mit dem buschigen Schwanz deutlich von der runderen Perser unterscheidet, deren Fell schwerer wirkt. Angorakätzchen entwickeln nur langsam das typische Fell der erwachsenen Tiere; erst im Alter von etwa zwei Jahren hat es sich voll ausgebildet. Vielleicht wegen der großen Hitze in ihrer Heimat verlieren Angorakatzen im Sommer sehr viel Fell, so dass sie dann fast wie Kurzhaarkatzen aussehen.

Temperament
Die Türkisch Angora hat den Ruf artig, freundlich, zugänglich, anspruchsvoll, sanft, ruhig, angenehm, zutraulich, aufmerksam, anhänglich und intelligent. Manchmal ist sie scheu und zurückhaltend, dann wieder extravertiert und gesellig. Sie bewegt sich anmutig, wenn auch selten, und ist die perfekte Hauskatze. Eine der ältesten Beschreibungen der Rasse stammt aus dem Jahr 1834 von William Jardine: „Angorakatzen werden hierzulande häufig als Salonkätzchen gehalten. Sie gelten als sanfter und freundlicher als gewöhnliche Katzen [...] Wir haben nicht viel über ihre Nützlichkeit gehört.“ Charles Ross lieferte 1868 eine andere frühe Beschreibung über die Angora: „Die Angora ist eine wunderschöne Rasse mit silbrigem Haar von seidener Textur [...] Sie alle sind wunderbare Geschöpfe mit freundlichem Wesen. In Paris sah Mr. Wood eine Katze, die zwei Teller Mandelplätzchen in einem Rutsch aufaß. Diese Katzen haben einen sonderbaren Geschmack. Ich kannte einen Kater, der fühlte sich zu Gin und Wasser hingezogen und hatte eine ausgesprochene Vorliebe für Curry. Er aß auch Erbsen, Grünzeug und (in Maßen) Saubohnen.“

Farbschläge
Ursprünglich war die Türkische Angora weiß mit blauen, bernsteinfarbenen oder zweifarbigen Augen. Heute sind viele andere Farbschläge akzeptiert, z. B. die Farben Weiß, Schwarz, Blau, Creme, Rot, Schwarz Smoke, Blau Smoke, mit Tabbyzeichnung, gestromt und getigert sowie in Schildpatt und als Bicolor.



FIFE-Standard "Türkisch Angora"

 
Allgemein: Gesamteindruck: Sehr gute Proportionen in allen Bereichen, anmutig und geschmeidig, den Eindruck von Anmut und fließenden Bewegungen ergebend.
Größe: Weibchen mittelgroß; Kater etwas größer
Kopf: Form: klein bis mittelgroß, keilförmig,
breit an der Oberseite des Kopfes, leicht spitz zulaufend zum Kinn.
Nase: mittellang, konkav geneigt ohne Stop oder "Break".
Kinn: sanft gerundet, die Kinnspitze bildet mit der Nase eine senkrechte Linie.
Kiefer: spitz zulaufend.
Ohren: Form: lang, spitz, breit am Ansatz, gut behaart und mit Büscheln.
Platzierung: Hoch am Kopf gesetzt, aufrecht.
Augen: Form: groß, mandelförmig; leicht schräg nach oben gestellt.
Farben: Alle Farben sind erlaubt.
Nacken:   mittellang; schlank und anmutig.
Körper: Struktur: feiner Knochenbau; Brustkorb nicht stark ausgeprägt.
Der Rumpf ist schlank, anmutig, geschmeidig. Hinten etwas höher als vorne.
Beine:   lang; Hinterbeine länger als Vorderbeine.
Pfoten: klein, rund und zierlich. Haarbüschel zwischen den Zehen.
Schwanz:   lang und spitz zulaufend, breit am Ansatz, schmal am Ende. Gut behaart.
Fell: Struktur: mittellang am Körper, an der Halskrause lang.
Die Haare sind sehr fein und zeigen einen seidigen Glanz.
Das Fell ist seidig und fließend, leicht wellig am Bauch. Keine Unterwolle.
Das Fell dieser Rasse erreicht zu keiner Zeit die
Länge des Fells anderer Semilanghaarkatzen.
Farben: Alle Farben sind erlaubt, inklusive aller Varietäten mit weiß,
mit Ausnahme von Abzeichen des Burma-Faktors, der Farben chocolate und lilac,
cinnamon und fawn.
Anmerkungen:   Bei erwachsenen Katern werden Katerbacken gestattet.
Im ersten Jahr ist die Halskrause noch nicht fertig.
Das Sommerfell ist deutlich kürzer als das Winterfell.
Disqualifikation:   Körperbau wie ein Perser.

                        

 

 

Türkisch Angora Rosa Glauca